1. Mai -  Sonne Dich - Tägliche Meditation von P. Max Dudle

1. Mai - Sonne Dich - Tägliche Meditation von P. Max Dudle

"Siehe, ich bin die Magd des Herrn!" Luk. 1, 38.

Maimonat - der Weihemonat der Jungfrau und Mutter Maria, die um ihr Haupt einen Kranz von Sternen trägt und zu deren Füßen die schönsten Blumen der Erde blühen. -
Sie hat dereinst ein Wort gesprochen, in dem alles liegt:
"Siehe, ich bin die Magd des Herrn ...!"
Blick auf, meine Seele, zu den Sternen der Sternenumglänzten, der Blumenumkränzten und sprich ihr dann langsam nach , als sprächest du Konsekrationsworte, die dein Wollen umwandeln: "Siehe, mein Gott und mein Schöpfer, ich bin nur deine Magd; durch mich und an mir geschehe nichts als dein heiliger Wille!" -
Hl. Bernhard: "Wer kann leben, ohne Maria zu lieben, und wer kann lieben, ohne immerfort an sie zu denken?" Die öftere Erinnerung an Maria weckt die Liebe zu ihr; die Liebe kann wiederum nicht bestehen ohne das Andenken an den Gegenstand der Liebe."
Daher sagt der hl. Bonaventura: "Denke jeden Augenblick an die Mutter und rufe sie an!"
"Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen,
O segne seinen Anbeginn und uns zu deinen Füßen!"

Lege deine Maiblüte - einen guten Vorsatz - auf den Maialtar.
Die schönste Maiandacht: Vollziehe alle deine Pflichten, die des Standes und Berufes, als Arbeiter oder Handwerker oder Bauer, als Familienvater oder Gatte oder Sohn, während des ganzen Monats mit musterhafter Treue. Verrichte deine Gebete und religiösen Übungen Tag für Tag mit Eifer, Andacht und Gewissenhaftigkeit.
Suche wenigstens einen Fehler während des Marienmonats abzulegen oder doch seltener zu begehen und verbinde mit diesem Kampf eine kleine Entsagung, ein freiwilliges Opfer zu Ehren deiner himmlischen Mutter.
Das ist die schönste Maiandacht, das sind unverwelkliche Maiblüten.


Tagesheilige: Fest des heiligen Josef des Arbeiters, Bräutigams der sel. Jungfrau Maria.
Aus den Akten Papst Pius XII.: "Um die Würde der menschlichen Arbeit und die Grundsätze zu deren Gestaltung allen besser einzuprägen, setzte Papst Pius XII. das Fest des heiligen Josef des Arbeiters ein, daß er allen Arbeitern Vorbild und Beschützer sei. An diesem Beispiel mögen sie lernen, wie und in welchem Geist sie ihre Werke verrichten sollen, damit sie dem Urauftrag Gottes gemäß die Erde bebauen und zur wirtschaftlichen Blüte beitragen und zugleich den Lohn des ewigen Lebens erlangen. Und sicher wird der besorgte Beschützer der Heiligen Familie von Nazareth seine Berufskollegen beschützen und ihre Häuser vom Himmel her segnen. Und es trifft sich gut, daß der Papst dieses Fest am 1. Mai feiern läßt, am Tag der Arbeiter. Denn so kann man hoffen, daß dieser Tag, der dem heiligen Josef, dem Mann der Arbeit, geweiht ist, von nun an nicht mehr zu Haß und Streit aufstachelt, sondern jährlich alle einlädt, mehr und mehr zum sozialen Frieden beizu­tragen,und die Staatsmänner anspornt, die rechte menschliche Gesellschaftsordnung zu verwirklichen.

Nachfolge Christi, 1.B. 25.K.: "Du wirst im Guten nur so viele Fortschritte machen, als du dir selbst Gewalt antust!"
Denk an die Mutter!