Die Anbetung der Weisen (Gedicht)
Die Anbetung der Weisen
O König du im armen Stall,
wir fallen auf’s Antlitz vor dir,
der Engel jubelnden Widerhall,
im Herzen hören ihn wir.
Nimm hin den Weihrauch, Myrrh’n und Gold,
nimm hin des Morgenlandes Gut.‘
Wir stehen , o König in deinem Sold,
wir leben in deiner Hut.
Im Weihrauch steig’ das Gebet empor
zu deinem Angesicht,
tu’ auf deiner Gnade weites Tor,
verschmähe die Betenden nicht!
Die Myrrhe deutet die Bitterkeit,
dass du zu leiden kamst;
doch auch, dass du die Schmerzen geweiht,
von ihnen den Stachel nahmst.
Wie lautres Gold sei unsre Lieb’,
so unverfälscht und rein.
Was uns an Hab’ und Schätzen blieb,
all dies, o Heiland, sei dein.
Josef Gabriel Rheinberger
(1893 – 1901)
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