Gott hat von aller Ewigkeit vorherbestimmt, dass die Muttergottes den Namen Maria
Elias Burow
Welche große Freude für die Welt, als die allerseligste Jungfrau, frei von aller Sünde, geboren wurde! Wunderbar bewahrt vor der schrecklichen Erbsünde, ist sie uns allen ein strahlendes Licht in der Dunkelheit. Sie ist die angekündigte Frau, die den Kopf der Schlange zertreten soll, wie es in Genesis berichtet wird. Gott hat ihr alle Privilegien und Vorzüge geschenkt, die einem Geschöpf möglich sind. Alles das in Vorbereitung auf das erhabenste und allerheiligste Amt, das eine geschaffene Kreatur nur ausüben kann, nämlich Mutter des Erlösers des Menschengeschlechtes, ja wahrhaftig die Muttergottes zu sein.
Zur Verehrung dieser allerseligsten Jungfrau hat uns der Herr einen Namen gegeben, der voller Süßigkeit und Trost ist, mächtig vor Gott und stark im Kampf gegen die Feinde Gottes.
Gott hat von aller Ewigkeit vorherbestimmt, dass die Muttergottes den Namen Mariä tragen soll. In seiner großen Weisheit hat er diesem Namen so viele Bedeutungen und Interpretationen gegeben, dass er in vielen Sprachen zu verstehen ist. Die bekannteste dieser ist die Deutung als Meerstern, vom Lateinischen „Stella Maris“. Auch wenn es sich dabei nicht um eine eigentliche Übersetzung des Namens handelt, ergibt sie doch im lateinischen Sprachgebrauch Sinn. Die Kirche hat diese Deutungsweise gerechtfertigt, indem sie in der heiligen Liturgie mit dem Hymnus „Ave Maris Stella“ Maria besingt. Es gibt noch zahlreiche andere Deutungsmöglichkeiten, die teilweise auf die Bitterkeit oder die Hoheit oder andere Aspekte des Amtes Unserer Lieben Frau Bezug nehmen.
Doch die hoheitlichste und größte Bedeutung hat der Name eben dadurch, dass er der Name der Gottesmutter ist! Gott hat ihn geschenkt, damit wir mit kindlichem Vertrauen zu ihr kommen können. Wenn es in der Schrift heißt, „und der Name der Jungfrau war Maria“, so ist das eine Aufforderung, diesen Namen kindlich zu verehren und darin eine Einladung zu sehen, diesen Namen so oft wie möglich auszusprechen und mit Liebe und Süßigkeit zu ihr zu treten, die unsere universale Mittlerin ist. In allen Anliegen ist uns, wie die heilige Kirche bestätigt. „Zuflucht ist in allen Anfechtungen der Name Mariä, allen die ihn anrufen“, singt die Kirche in den Psalmen des Namens Mariä. Welche Macht hat doch dieser Name. Ein mächtiges und doch einfaches Gebet, das Unsere Liebe Frau grüßt, Gott verehrt für die Weisheit, mit der er diesen Namen gegeben hat, um alle notwendigen Gnaden bitten, die höllischen Feinde vertreibt und viele weitere Vorzüge, die so zahlreich sind, dass man damit viele Bücher füllen könnte.
Wie viele Heilige sind selig verstorben, während sie die heiligen Namen Jesu und Mariä wiederholten. Die Kirche fordert uns im Rosenkranz dazu auf, den Namen Mariä zweimal je Ave-Maria auszusprechen, und als Stoßgebet empfiehlt sie oft die heiligen Namen. Wir haben also genug Beispiele, die bestätigen, dass es sehr trostreich und stärkend ist, oft mit Andacht diesen Namen Maria auszusprechen und zu verehren. Beten wir dafür, dass auch bei unserem Hinscheiden der Name Mariä auf unseren Lippen sei!
Helfen Sie uns mit einer Spende, die Andacht zu Muttergottes in Deutschland zu verbreiten.
Wir brauchen Ihre Hilfe!
Ihre Spende hilft uns dabei, unsere Website am Laufen zu halten. Nur hier können wir unsere Botschaft ohne Zensur verbreiten.