„Ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe“

An Gott allein glauben Der Glaube ist eine persönliche Bindung des Menschen an Gott und zugleich, untrennbar davon, freie Zustimmung zu der ganzen von Gott geoffenbarten Wahrheit. Als persönliche Bindung an Gott und Zustimmung zu der von ihm geoffenbarten Wahrheit unterscheidet sich der christliche Glaube von dem Glauben, den man einem Menschen schenkt. Sich ganz Gott anheimzugeben und das, was er sagt, absolut zu glauben, isr richtig und gut. Nichtig und falsch wäre es hingegen, einem Geschöpf einen solchen Glauben zu schenken. An Jesus Christus, den Sohn Gottes, glauben Für den Christen hängt der Glaube an Gott unzertrennlich zusammen mit dem Glauben an den, den er gesandt hat, an seinen „geliebten Sohn“, an dem er Gefallen hat (Mk 1,11) und auf den er uns zu hören hieß. Der Herr selbst sagte zu seinen Jüngern: „Glaubt an Gott, und glaubt an mich!“ (Joh 14,1). Wir können an Jesus Christus glauben, weil er selbst Gott, das menschgewordene Wort ist: „Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht“ (Joh 1,18). Weil er „den Vater gesehen“ hat (Joh 6,46), ist er der Einzige, der ihn kennt und ihn offenbaren kann. An den Heiligen Geist glauben Man kann nicht an Jesus Christus glauben, ohne an seinem Geist Anteil zu haben: Der Heilige Geist offenbart den Menschen, wer Jesus ist. „Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!“, wenn er nicht aus dem Heiligen redet“ (1 Kor 12,3) „Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes . . . So erkennt auch keiner Gott – nur der Geist Gottes“ (1 Kor 2,10-11). Gott allein kennt Gott ganz. Wir glauben an den Heiligen Geist, weil er Gott ist.

Die Kirche bekennt unaufhörlich ihren Glauben an den einen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

Quelle: Katechismus der Katholischen Kirche – Seiten 73 und 74 – Oldenbourg Benno Paulusverlag Veritas